Die Verfahren

EIGA - Electrode Induction-melting Gas Atomization

Das EIGA-Verfahren wurde speziell für die Erzeugung von Pulvern reaktiver Metalle wie Titan oder Zirkon entwickelt. Das herausragende Merkmal des Verfahrens ist die Kombination der Inertgasverdüsung mit einem keramikfreien Schmelzprozess. Eine rotierende Elektrode wird von einer Induktionsspule berührungslos angeschmolzen. Die Schmelze tropft von der Elektrode direkt in ein Gasdüsensystem, in dem das Metall zerstäubt wird. Die erzeugten Pulverpartikel erstarren in einem Verdüsungsturm und werden in Pulverbehältern aufgefangen.

Wir erhalten so sehr reine, feine Pulver mit einer sphärische Kornform, die frei von keramischen Verunreinigungen sind und nur geringe Gehalte an Sauerstoff aufweisen. Hohe Abkühlraten ergeben eine feine Mikrostruktur.

Die guten Fließeigenschaften und die Tatsache, Pulver kleiner 45 µm im Produktionsmaßstab wirtschaftlich erzeugen zu können, öffnet unseren Titan-Pulvern den Weg in die Metallpulver 3D-Druck-Prozesse.

Pulver mit einem Kornspektrum bis 250 µm werden dagegen vorzugsweise in der Bauteilefertigung durch Heiß-Isostatisches Pressen oder Sintern verwendet.

Vormaterial für unseren Prozess sind Elektroden des zu verdüsenden Metalles mit einer Länge bis zu 1000 mm und einem Durchmesser bis 80 mm. Das Einsatzmaterial ändert während des Verdüsungsprozesses seine chemische Zusammensetzung nicht.

 

  • Tiegelloser Schmelzprozess
  • Gasverdüsung
  • Verdüsungsmedium: Argon oder Stickstoff